Hintergrund

Nach einem Schlaganfall treten Ausfallerscheinungen durch die Läsion auf der gegenüberliegenden Körperhälfte auf. Dies führt zu einer Hemiplegie oder Hemiparese. Es kommt zu einem Verlust der Willkürmotorik. Erste Bewegungsversuche mit dem betroffenem Arm sind mit Misserfolgen und Schmerzen verbunden, daher kompensiert der Patient mit dem nicht betroffenem Arm. Dies führt zur Vermeidung und Verhaltensunterdrückung im betroffenem Arm, d. h. verdeckte motorische Fähigkeiten werden nicht genutzt. Dieses Verhalten heißt Learned Nonuse - Erlernter Nichtgebrauch.

Hier setzen die Forced use und Constraint-Induced Movement Therapy (CIMT) an. Sie durchbrechen dieses Verhalten durch den erzwungenen Gebrauch der betroffenen Seite und der Vermeidung der Nutzung des nichtbetroffenen Armes. Dies wird erreicht durch eine Restriktion (durch eine Bandage) des gesunden Armes und dem motorischen Training mit der betroffenen Seite. Dadurch wird ein permanenter Einsatz der motorischen Fertigkeiten im Alltag erreicht.

(Qelle: Bauder/Taub/Miltner)

Durch das spezielle Konzept von Susan Woll und Jan Utley ist es möglich, selbst schwer betroffene Patienten zu behandeln und erste motorische Fähigkeiten im Arm und in der Hand wieder herzustellen.

Durch mehrere Studien ist der Nachweis der Wirksamkeit der Therapieformen erbracht worden.

 

CIMT ist auch unter folgenden Synonymen bekannt:

- Taub`sche Therapie
- Bewegungsinduktionstherapie